Zeit, wie sie vergeht und was sie mit sich bringt…

Nun haben wir also Juni und schon sind 5 Monate ins Land gezogen. Ein magisches Jahr mit dem tollen Namen 2020, ein Jahr, dass doch ein ganz Besonderes werden sollte, ein Jahr, in dem wir (wieder mal) alles besser machen wollten. Nunja, ein Besonderes Jahr ist es ja in der Tat – schon jetzt. „COVID19“, oder der noch viel nervigere Name „Corona“ hat uns fest im Griff und dennoch sind schon wieder die ersten Lockerungen umgesetzt, weitere kommen allmählich hinzu und das gewöhnliche Leben kämpft sich zurück in unseren Alltag.

Was haben wir für Entbehrungen hinnehmen müssen? Worauf mussten und müssen wir noch verzichten? Kino- und Konzertsäle geschlossen, auch Open-Air-Veranstaltungen sind abgesagt. Sportarten kämpfen ligaübergreifend um ihre Existenzen. Am schlimmsten getroffen hat es wohl die Wirtschaft. Restaurants und Kneipen, Firmen, Unternehmen und ein jeder hat so seine Schwierigkeiten zu bewältigen. Doch jetzt tut sich ja langsam wieder etwas. Wöchentlich wachsen die Möglichkeiten, die sich uns bieten, wieder den Alltag mit Leben und Abwechslung zu befüllen. Wie ergeht es Euch dabei?

Wir haben für heute geplant, unseren Lieblingsitaliener gegenüber aufzusuchen. Es ist schön, dass er noch da ist. Schon in den vergangenen Tagen und Wochen haben wir von dort Essen bestellt, manchmal habe ich beim Abholen auch schon ein Bierchen vor der Tür getrunken und dennoch ist es nicht das selbe. Heute wollen wir es mal wieder richtig machen. Hingehen, am Tisch Platz nehmen und gut essen und trinken. So richtig von Tellern mit Besteck und nicht aus dem Pizzakarton. Schon gestern war ich mit einem befreundeten Gladbach-Fan in einer Fussballkneipe, eigentlich ein Restaurant, denn Kneipen dürfen erst ab morgen öffnen. In der gleichen Konstellation waren wir auch schon in der Hinrunde der 1. Bundesliga in der Kneipe. Durften in der Hinrunde die Unioner über ein 2:0 über Gladbach jubeln, so hatten die Eisernen gestern mit einem 4:1 das Nachsehen. Aber es war schön, wieder zu zweit Fussball gucken zu können, ein oder zwei Bierchen dazu zu trinken und über das Spiel zu diskutieren.

In 3 Wochen freue ich mich auf meine Schwester und meinen Lieblingsschwager, die mit Loki, Frieda und Felix nach Berlin kommen werden. Auch hier ist zu erkennen, dass Reisen langsam wieder möglich werden und wir freuen uns auf das Wiedersehen. Einiges haben wir uns vorgenommen, so wollen wir in den Zoo und uns endlich mal Pit und Paule anschauen, die richtigen Namen der zwei Pandas weiß ich jetzt nicht und ich könnte sie auch nicht aufschreiben, ohne sie zu googlen. Auch an den Heiligensee wollen wir fahren und dort 2 Freunde besuchen, die sich zumindest über und auf Loki freuen werden, aber ganz sicher auch bei Frieda und Felix nicht abgeneigt sein werden. Auch „Burger-essen“ steht auf unserem Programm. Das sind alles normale Sachen und natürlich freut man sich auch sonst auf schöne Dinge, die man unternehmen kann. Aber wiegen sie nicht umso mehr, nach Zeiten, wie sie uns die derzeitige Pandemie beschert hat? Mit anderen Freunden steht noch auf der Agenda, ein Boot zu mieten und über Berlins Gewässer zu cruisen. Mehr durch einen Zufall kam ich letztes Jahr in die Situation, ein solches Boot steuern zu dürfen und Spaß hat es gemacht. Das machen wir auf alle Fälle nochmal wurde da gesagt und die Vorfreude auf den diesjährigen Sommer war (und ist) enorm. Doch dann kam Corona und brachte den LockDown mit.

Alles ist und wird anders. Die Gesellschaft und das öffentliche Leben wird sich ändern. Wie ich derletzt schon mehrfach fragte, was nehmt Ihr mit aus der Krise und was haben wir daraus gelernt? Die Zeit der Kontaktbeschränkungen wird bestimmt bei nicht wenigen dazu führen, Dinge und alte Gewohnheiten vermehrt und stärker zu schätzen wissen. Seit 2 Jahren haben wir uns vorgenommen, mal wieder einen Spargelhof zu besuchen und Spargel dort zu essen, wo er frisch gestochen wird. Bisher kam immer wieder etwas dazwischen und immer wieder wurde es auf das nächste Jahr verschoben. Ausgerechnet im Jahr des LockDowns soll´s nun klappen, in knapp 3 Wochen. Wie ich schon sagte, 2020 wird ein besonderes Jahr und gerade mal 5 Monate sind schon um, über die Hälfte des Jahres liegt noch vor uns und wir dürfen gespannt sein, was es uns alles noch so bringt.

Für alles, was Ihr Euch vorgenommen habt, für alles was jetzt und bald wieder möglich sein wird, wünsche ich Euch viel Spaß, viel Freude und genießt die Freuden, die Euch beschert werden. Wenn uns die Krise eines gezeigt hat, dann wie anfällig der Mensch doch sein kann und wie schnell eine scheinbar stabile Gesellschaft in allen Facetten zum Erliegen kommen kann. Man muss sich das nur ausreichend bewusst machen – genießt das HIER und JETZT und lebt Euer Leben. Die Welt ist schön und das Leben macht Spaß. Genießen wir es!

Heute ist Pfingstmontag, der 1. Juni 2020

Eine Antwort auf „“

  1. Freut mich immer wieder, von dir etwas aus der Hauptstadt zu hören. Wir waren gestern auch das erste Mal wieder im „Heimatgrund“ bei der Irmhild Herrmann, geb. Münch, essen. Die Irmhild ist die Schwester vom Eberrhardt und Volker (Volli) Münch, die in der Talstraße wohnen. Liebe Grüße nach Berlin von Gisela

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