Ich war nie wirklich weg!

Liebe Leserinnen und liebe Leser,

da bin ich wieder, nach einer doch sehr langen Zeit. Eigentlich hatte ich mir das auch alles ganz anders vorgestellt mit diesem Blog. Eigentlich dachte ich, ich würde zumindest monatlich präsent sein hier, aber dann kam doch alles ganz anders. Es ist ja auch nicht so, dass nichts passiert wäre, im letzten Jahr, aber ich will nicht jammern und klagen und Ausreden will ich schon gar nicht hier anbringen. Denn der einzige, der Einfluss auf das Geschehen hier hat, bin ich selbst, es ist also alles zu 100% meine Entscheidung und damit ist das Thema eigentlich durch.

Es gab in 2021 natürlich Höhepunkte, wie es auch Tiefpunkte gab, wobei ich auf Tiefpunkte gar nicht weiter eingehen will, denn mein Fokus liegt immer auf der positiven Seite des Lebens. Schöne Momente in 2021 waren z.B. dass die Eisbären Berlinmal wieder Deutscher Meister wurden, was sie in diesem Jahr gleich wiederholten. Ich habe es tatsächlich auch noch einmal ins Stadion geschafft und durfte Eishockey auf hohem Niveau erleben. 2 Tage später trafen wir uns wieder unter Eisbärlinern in der Zentrale in Prenzl´berg und sogar mit Meisterfeier. Die Kölner Haie weg gesweept, die Adler Mannheim gerupft und die ollen Blechbüchsen von RestMüll München recycled. Klasse Leistung, hat Spaß gemacht. Auch Union Berlin hatte letztes Jahr eine tolle Saison, in der sie sich entgegen aller Unkenrufe wieder gut präsentiert haben in der Bundesliga und in der aktuell laufenden, bzw. heute endenden Saison 2021/22 haben sie wieder die Vorjahresergebnisse getoppt. Wieder wird Union international unterwegs sein und ob Conference-League oder direkt Europa-Pokal, heute ist noch alles drin. Auch für Hertha ist heute noch alles drin, zittern bis zum letzten Spieltag, die Charlottenburger lieben Drama. Wir werden sehen, was der heutige 34. Spieltag uns bringt. Was gab es noch 2021? Eine tolle Wanderung unseres Kleinchores durch das Tegeler Fließ, eine bezaubernde Kanu-Tour, auf der ich mit meinem Freund und Chorleiter 2 Tage unterwegs sein durfte. Eine kleine Auszeit inmitten der Natur, fast ohne Straßen und Lärm, überwiegend Stille bzw. NATUR pur, die ist selten still. Aber es war schön und ich hoffe, dass wir auch in diesem Jahr eine ähnliche Tour hinbekommen. Anfang August war ich dann wieder in der Heimat, in Thüringen bei meinen Eltern und Freunden. Der Kirmesverein, in welchem ich auch Mitglied sein darf, hat wieder eine Hybrid-Kirmes auf die Beine gestellt. Keine Kirmes, wie wir sie alle kennen, kein Kirmestanz, kein Leberessen, keine Disco. Aber es gab das Fichtenholen im Wald (diese werden geschmückt im Dorf vor die Wirtshäuser, vor die Kirche und auf dem Marktplatz aufgestellt) und auch die Kirmesständchen fanden statt, aufgeteilt auf 2 Tage in Ober- und Unterdorf. Mit der Blaskapelle geht es von Haustür zu Haustür und ein jeder bekommt sein Ständchen, je nach Wunsch. Schöne Lieder sind da dabei und wenn es sein soll, wird auch AC/DC gespielt. Ein abendlicher Ausklang unter Freunden, das war spitze! Schön war auch das Radio-Eins-Open-Air in der Waldbühne, wo ich mit Martin, einem ehemaligen Arbeitskollegen, der mir zu einem guten Freund wurde, live dabei sein durfte. Die ganze Live-Atmosphäre der Waldbühne, freier Himmel über dem Kopf, bestes Wetter, kühles Bier, eine Bratwurst und Live-Mucke – boah Herz, was willst Du mehr? DangerDan, Helge Schneider oder Knorkator – wir waren kurz vorm Ausflippen, zumindest ich, ich will ja niemanden diskreditieren… Es war schon geil, nach einer langen Zeit so vieler Entbehrungen. Der Höhepunkt des Jahres 2021 war dann sicherlich das Weihnachtskonzert in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, dass nach einer schier endlosen Zeit endlich wieder stattfinden durfte. Mein Chor, die Berliner Liedertafel, durfte wieder auftreten und wir durften Publikum empfangen, wenngleich auch nur 300 statt der üblichen 600 Gäste. Es war ein wichtiges Zeichen, ein Statement: Wir sind wieder da oder wir sind noch da, denn wir waren ja nie weg. Wir haben unsere Spuren hinterlassen, auf unserer Homepage, in den Sozialen Medien und auch bei YouTube auf dem BL-Kanal. Aber eine LIVE-Präsenz bleibt immer unübertroffen. Es war gut, es hat Freude bereitet auf beiden Seiten, sowohl im Chor, als auch im Publikum und es lässt sich schwer sagen, wer jetzt dankbarer war, aber das ist auch nicht relevant.

Wie geht´s jetzt weiter?

Auch in 2022 stehen viele Dinge an, auf die ich mich freuen darf. Zunächst wird heute im Vereinsheim meines Chores das verschobene Neujahrsansingen in Form eines Frühlingsfestes nachgeholt. Wir sind an einem Punkt angekommen, wo wir nichts mehr ausfallen lassen wollen. Feste müssen gefeiert werden, wie sie fallen und wenn das nicht möglich ist, werden sie nachgeholt. Zum heutigen Frühlingsfest sollen alle Sänger, Förderer und Förderinnen, alle Freunde und Freundinnen und jegliche Gäste zusammenkommen. Das Wetter wird uns hold sein, die Sonne scheint, während ich hier tippe. Nicht viel weiter weg ist unsere Teilnahme am Deutschen Chorfest in Leipzig, auch dieses große Fest wurde von 2020 auf dieses Jahr verschoben, aber nicht abgesagt. Wir wollten 2020 dabei sein und sind es auch in 2022. Wir werden im Haus Leipzig auftreten und wir werden ein Konzert geben im Völkerschlachtdenkmal. Die Akustik im Inneren des Denkmals wird beeindruckend sein, entsprechend hat unser Chorleiter ein Programm vorbereitet, mit welchem der Chor dem Ambiente dieses Ortes gerecht werden sollte. Wir sind voller Vorfreude. Im Juni bestreiten wir ein Sommerkonzert und im Herbst kommt uns wieder der Ribe Mandskor aus Dänemark besuchen. Die Dänen waren 2015 schon einmal bei uns und es war eine schöne Zeit, die in diesem Jahr ihre Wiederholung finden dürfte. Auch unser Weihnachtskonzert in der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche wird stattfinden, denn der 4.12.2022 wurde uns als Konzerttermin bereits bestätigt. Wir sind sicher, dass in diesem Jahr wieder mehr Publikum anwesend sein darf, als im vergangenen Jahr. Es soll sogar ein 2. Weihnachtskonzert geben, aber das ist noch nicht bestätigt, wenngleich ich keine Zweifel an dessen Zustandekommen hege. Wir werden jedenfalls bestens vorbereitet sein.

Ansonsten wird mein Vater 70, was eine große Party mit sich bringt. Wir werden also wieder nach Thüringen fahren. Das erste Mal in diesem Jahr, im August dann das zweite Mal, weil dann folgerichtig wieder eine Kirmes in Kleinschmalkalden ansteht, ich meiner Frau weitere Teile des Thüringer Landes und des Rennsteiges vorstellen möchte und eine dritte Thüringenfahrt im Dezember zu Weihnachten. Weihnachten zu Hause ist auch immer etwas ganz Besonderes, auch darauf freue ich mich schon sehr. Meine Eltern, meine Schwester und deren Familie, zu der ja nun auch die Zwillinge gehören, die so viele Menschen begeistern.

Mit Martin werde ich wieder einige Konzerte besuchen in diesem Jahr, auch das eine zurück eroberte Form der Freizeitgestaltung, die viel zu lange vernachlässigt wurde. Wir freuen uns auf IRON MAIDEN, DIE ÄRZTE, IN EXTREMO, VOLBEAT, MACHINE HEAD, AMON AMARTH, DIE KASSIERER und wer weiß, was uns noch einfällt. Mein Lieblings-Comic-Zeichner bzw. „Witzbildmaler“, wie er sich selbst bezeichnet, kommt auch nach Berlin. Rolf Grothe äh Ralph Ruthe – das war schon der erste Insider, aber auch das wird lustig und ich freue mich darauf.

Ihr seht, das Leben ist wunderbar und es geht weiter, immer weiter…

Ich wünsche Euch eine schöne Zeit, einen wunderbaren Frühling und einen zauberhaften Sommer. Ich möchte nicht versprechen, recht bald wieder hier zu sein, weil ich nicht weiß, ob ich es halten kann. Aber ich werde es versuchen,- zumindest das kann ich versprechen. Und eigentlich,- eigentlich kann ich sagen: „Ich war nie wirklich weg!“

Bleibt gesund & fröhlich!

Euer Fünkes!

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2 Antworten auf “Ich war nie wirklich weg!”

  1. Habe mich gefreut, wieder ganz ausführlich was von dir zu hören. Ganz liebe Grüße vom Rennsteig nach Berlin. Bleibe schön gesund, öle immer deine Stimme ordentlich, damit das mit der Singerei auch in Zukunft klappt. Liebe Grüße auch an deine Gemahlin. Herzlichst Gisela

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  2. Ach Mensch, jetzt habe ich den Kommentar, den ich hier schreiben wollte, unter der Bewertung geschrieben! Hätte Mal besser erst Kaffee trinken sollen. Aber Deine Geschichte ist so kurzweilig. dass ich vergaß, meine Union-Tasse unter den Vollautomaten zu stellen und einfach nur den Knopf zu drücken. Na gut, das mache ich jetzt, bevor ich hier weiter stöbere.

    Achja, ich hatte geschrieben: AC/DC als Blaskapelle? Herrliche Vorstellung! :⁠-⁠D

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